Bruce Eesly
Endangered Gestures
Im Anschluss in der HAUthek verfügbar.

Eine Reflexion über Zensur, technologische Voreingenommenheit und Widerstand durch Gesten der Erinnerung: “Endangered Gestures” zeigt KI-generierte Handgesten für Wörter, die derzeit weltweit durch autoritäre Veränderungen bedroht sind.
Das Schwarz-Weiß-Video schlägt Handgesten für Begriffe und Konzepte vor, die derzeit durch autoritäre Veränderungen auf der ganzen Welt bedroht sind. Die Wörter, die hier durch Gesten dargestellt werden, verschwanden 2025 von den Webseiten und aus den Dokumenten und Archiven der US-Regierung. Ironischerweise lesen sie sich wie eine Wunschliste für eine humane und gerechte zukünftige Gesellschaft: Integration, Allyship (Verbündetenschaft), Accessibility (Barrierefreiheit), Vaccines (Impfstoffe), Mental Health (Psychische Gesundheit), Environmental Justice (Umweltgerechtigkeit) …
Die generative KI-Bildgebungstechnologie zu beauftragen, Handgesten für diese Wörter zu erstellen, ist ein Versuch, innerhalb der ideologischen Beschränkungen, die der Technologie inhärent sind, eine Sprache des Widerstands zu finden. Die immer unwahrscheinlicher werdenden Gesten lassen die Betrachtenden fragen, welche Strategien von uns verlangt werden, um die oben genannten Errungenschaften im Zeitalter des technologiegestützten Autoritarismus zu bewahren. Die Arbeit ist eine Reflexion über Zensur und die Voreingenommenheit in der algorithmischen Darstellung menschlichen Wissens sowie eine kleine Erinnerung an Dinge, die es wert sind, erhalten und gefeiert zu werden.
Bruce Eesly ist bildender Künstler und Gärtner und lebt in Berlin. In seinen Arbeiten mit Fotografie, Archiven und generativen Bildgebungstechnologien verwischt er die Grenzen zwischen Fakten und Fiktion, um Narrative des technologischen Fortschritts zu hinterfragen.
Hinweis:
Preis: 5 €
Termine
- Mo 16.2.202617:00