HAUthek

Filmporträt
Shut up and Sign*Speak
Filmporträt
  • Dialog
  • Film
  • Deutsche Gebärdensprache
  • Deutsche Lautsprache
  • Deutsche Untertitel
Shut up and Sign*Speak
Filmporträt
    “HandStimmeHerz” ist das diesjährige Projekt von Shut Up and Sign*Speak. Für dieses brachte die Gruppe BIPOC, Taube*, FLINTA und queere Künstler*innen zusammen, um in mehreren Workshops vorwiegend autobiografische Performances zu entwickeln. Das dabei entstandene Programm ist eine Mischung aus Gebärdensprach-Performance, Storytelling, Visual Vernacular*, Spoken Word und neuen, kreativen Flirts zwischen Gebärden- und Lautsprache. Die Performances handeln von Tauber Lebensrealität, Erfahrungen von Rassismus, Toxischer Männlichkeit, Elternschaft und vielem mehr – eine Mischung aus Berührendem, Ernstem und Lustigem. Gezeigt wurden die Arbeiten am 17. und 18. Juni 2022 im Festsaal Kreuzberg. Das nun im Rahmen von “No Limits” präsentierte Filmporträt zeigt Ausschnitte dieser sehr erfolgreichen Abende und gibt unter Verwendung weitere Materialien Einblicke in die politische und künstlerische Arbeit der Gruppe Shut Up and Sign*Speak. Im Anschluss findet ein Artist Talk mit den Protagonist*innen statt, an dem auch das Publikum beteiligt sein wird. Die Arbeit von Shut Up and Sign*Speak zeichnet vor allem aus, dass ihre Projekte von Tauben und hörenden Menschen gemeinsam entwickelt und geleitet werden. In den 12 Jahren seit der Gründung der Gruppe hat sich der inhaltliche Schwerpunkt verlagert: Weg von der bloßen Gebärdensprach-Übersetzung von Bühnentexten hörender Künstler*innen, hin zur längerfristigen und gleichberechtigten Zusammenarbeit Tauber und hörender Menschen. Dieser Prozess wird zunehmend begleitet durch Sensibilisierungsarbeit, kulturellen Austausch und die Reflexion queerer Identität. Für dieses Projekt hat das HAU Hebbel am Ufer bereits zum zweiten Mal mit Shut Up and Sign*Speak gearbeitet, nach einer Kooperation über die #TakeHeart Residenzförderung. *Visual Vernacular stammt aus der ASL (American Sign Language) und bezeichnet eine dem Theater angelehnte Kunstform der physischen Ausdrucksweise, bei welcher Geschichten durch den Einsatz von intensiver Körperbewegung, ikonischer Symbolen, Gesten und Mimik erzählt werden. Es enthält Elemente der Poesie und Pantomime, ist jedoch ein eigenständiger und einzigartiger Stil um die gesamte visuelle Komplexität der Welt darzustellen. Text in leichter Sprache HandStimmeHerz ist ein Projekt von Shut Up and Sign*Speak.  Das heißt übersetzt etwa: Halt die Klappe und benutze die Gebärden·sprache. Das Programm ist eine Mischung aus Gebärden·sprache und gesprochener Sprache. Es erzählt Geschichten auf eine neue Art.  Sie werden mit Körper·bewegungen erzählt. Mit Gesichts·ausdrücken. Mit Zeichen und Bildern. Sie erzählen vom Alltag tauber Menschen. Von Ausgrenzung. Von Familie. Von Männlichkeit. Eine Mischung aus Berührendem, Ernstem und Lustigem.
    Science Fiction is Not Pretend
    RA Walden
    Science Fiction is Not Pretend
    • Film
    • Netzkunst
    • Britische Gebärdensprache
    • Deutsche Audiodeskription
    • Deutsche Gebärdensprache
    • Deutsche Untertitel
    • Englisch
    • Englische Audiodeskription
    • Englische Untertitel
    RA Walden
    Science Fiction is Not Pretend
    • 2021/2022
    “Beginnen wir mit dem Ende der Welt, ja? Bringen wir es hinter uns und wenden wir uns dann interessanteren Dingen zu.”  N. K. Jemisin Langsame Tage, kranke Tage, Nebel und vergessen. Ungehorsame Körper, Archive, Uhren und Kapitalströme. In RA Waldens Arbeit wird die Fragilität des Körpers aus einer queeren, behinderten und transdisziplinären Perspektive betrachtet. Radikal kritisiert die:der Berliner Künstler:in normative Vorstellungen darüber, was Menschen in einer immer produktiven kapitalistischen Gesellschaft leisten und können müssen. Waldens Arbeiten vereinen stets soziales Engagement und künstlerische Forschung. Die Videopremiere “Science Fiction Is Not Pretend” zeigt eine Flut düsterer Zivilisationsbilder: Das Wasser brennt, der Untergrund gerät ins Wanken, Tiere werden zu Hackfleisch verarbeitet. Jeden Tag ein Buffet des Grauens, ein Sammelsurium schauerlicher Freuden. Einsamkeit, Verheißung, Verlangen und fruchtbare Erde. Fehlbare Körper, die unter dem Gewicht des Weltendes wild um sich schlagen. Mitschuldig und wütend, es gibt keine höhere Ebene. Manchmal gibt es Hoffnung, doch manchmal gibt es nur ein Logbuch – pathetische Aufzeichnungen. Neben der Videoarbeit präsentiert RA Walden eine im Auftrag des HAU Hebbel am Ufers entwickelte begleitende interaktive Webseite auf HAU4, die in Zusammenarbeit mit Künstler:in Cooper Lovano entstanden ist. Die digitale Umgebung lädt dazu ein, Referenzen zu “Science Fiction Is Not Pretend” selbstständig zu entdecken. Notizen, Bilder und Töne, die in den Augenblicken zwischen Wachsein und Schlafen entstanden sind. “Wer lebt in dir?“ fragt die Stimme in dem Video, mit der Verzweiflung in der einen Hand, mit der Fernbedienung in der anderen. Im Rahmen des HAU-Festivals “The Present Is Not Enough – Performing Queer Histories and Futures” (2019) trug RA Walden ein “Manifesto for Queer Futures” bei. Ebenfalls in diesem Jahr wurde ihre:seine Arbeit im BALTIC – Centre for Contemporary Art (Newcastle), SOHO20 (New York) und Tate Exchange: Tate Modern (London) gezeigt. Walden war Teil des Künstler:innenresidenzprogramms von Shandaken Storm King (New York) und war von 2019 bis 2021 Fellow an der Universität der Künste Berlin. 2020 nahm Walden am Residenzprogramm des Wysing Arts Centre (Cambridge) teil und war u.a. im Haus der Kulturen der Welt (Berlin) präsent. 2021 präsentierte sie:er eine Einzelausstellung im Kunstinstituut Melly (Rotterdam) und war u.a. Teil von Gruppenausstellungen in der Galerie im Turm (Berlin, mit Bini Adamczak), Galerie Wedding (Berlin), Schwules Museum (Berlin), der Kunsthalle Osnabrück, des Württembergischen Kunstvereins (Stuttgart) und des Museums für Kunst und Gewerbe (Hamburg). Walden wird 2022 für eine Künstler:innenresidenz in La Becque (Schweiz) verbringen.
    Quadrat Sampling E-Ecologies #2: Farming Simulator Brandenburg
    The Mycological Twist / HAU
    Quadrat Sampling E-Ecologies #2: Farming Simulator Brandenburg
    • Game
    • Workshop
    • Englisch
    The Mycological Twist / HAU
    Quadrat Sampling E-Ecologies #2: Farming Simulator Brandenburg
    • 2022/2023
    Das in Berlin ansässige Duo The Mycological Twist lädt nach 2021 erneut zu einer Erkundungsreise ins HAU3 ein und veranstaltet dort gemeinsame Gaming Sessions von “Farming Simulator“, das in nur zwei Monaten drei Millionen Mal verkauft wurde. Die Gaming Session am 6.11. wird per Livestream auf HAU4 übertragen. Im ersten Teil der fünfstündigen Tutorial- und Gaming-Session werden sich die Spieler*innen gemeinsam mit den Expert*innen Aurelia Moniak und Trakal auf einem virtuellen brandenburgischen Bauernhof aufhalten. Das Spiel und seine Umgebung werden mithilfe einer Reihe von Instrumenten der Feldforschung erkundet, die an eine digitale Landschaft angepasst werden. Nach einer gemeinsamen Pause werden in der Gaming Session Anne de Boer und Eloïse Bonneviot gemeinsam mit den Spieler*innen und Expert*innen während der spielerischen Bewirtschaftung des Bauernhofs über verschiedene Aspekte der heutigen Landwirtschaft und über die Auswirkungen der Industrialisierung auf den ländlichen Raum im Europa der Nachkriegszeit diskutieren. Aurelia Moniak, geboren 1989 in Berlin, studierte Ernährungswissenschaften und Agrarmanagement und beschäftigt sich seitdem mit nachhaltiger Landwirtschaft sowie Agrarkommunikation. Sie arbeitete für verschiedene Akteur*innen der Branche – zwischen bäuerlichem Hof und Industriebetrieb, zwischen Lobbyverband und öffentlich-rechtlichen Medien. Dabei ist sie auf der Suche nach Konzepten und Innovationen, welche die Landwirtschaft für die Mehrheit verbessern und nicht nur für einige wenige. Und das abseits der gängigen Narrative, die in unserer Gesellschaft über die Landwirtschaft vorherrschen. 2022 gewann ihr Team bei DRIVE beta den VDAJ-Kommunikationspreis für das Youtube-Format “Hundert Hektar Heimat” (MDR/funk).  Trakal (*1988, Dresden) ist Autor, Filmemacher und partizipativer Künstler. Durch Kollaboration, Rituale, geschichtliche Befragung und psychodynamische Prozesse untersuchen Trakals künstlerische Arbeiten post-sozialistische und neoliberale Subjektivierunsprozesse nach Autorität und Möglichkeiten von Widerstand und Kollektivität. Trakals Arbeiten waren unter anderem zusehen im Museum für Fotografie Berlin, Museum Folkwang Essen, Cinemateca Distrital Bogotá, Savvy Contemporary Berlin, Gegenwarten Festival Chemnitz, und der 7. Athen Biennale.
    Everything Will Be Fine
    Tactical Tech
    Everything Will Be Fine
    • Dialog
    • Film
    • Installation
    Tactical Tech
    Everything Will Be Fine
    • 2022/2023
    Text zur Ausstellung Wie reagiert der Mensch auf Krisen und welche Rolle spielt digitale Technologie dabei? “Everything Will Be Fine” ist eine Ausstellung im öffentlichen Raum der in Berlin ansässigen NGO Tactical Tech in Koproduktion mit dem HAU Hebbel am Ufer. Die Besucher:innen werden eingeladen, in eine imposante, aufblasbare Struktur einzutreten und verschiedenen Perspektiven zu folgen, um so ihr Bewusstsein gegenüber den wachsenden planetaren Krisen zu schärfen. Von ambitionierten technologischen Lösungsansätzen, wie digitale Zwillinge der Erde, bis hin zur Verbreitung von Verschwörungstheorien im Internet werden digitale Technologien als Lösung wie als Verstärker der gesellschaftlichen Dauerkrise angesehen. Die Ausstellung wirft die Frage auf, auf welche Arten Technologien unsere Sichtweise beeinflussen, wenn wir unsere eigenen Reaktionen auf Krisen und die Reaktionen anderer beobachten, untersuchen und erklären. In der von dem tschechischen Architekturbüro Kogaa entwickelten Struktur, die auf dem Vorplatz des Deutschen Technikmuseums stand, werden Arbeiten von über 20 internationalen Künstler*innen wie Paolo Cirio, Marjolijn Dijkman, Disnovation.org, Vladan Joler, Egor Kraft, Agnieszka Kurant, Sybille Neumeyer, Liam Young und anderen präsentiert, um einen Raum für Reflexion, Diskussion und Interaktion zu schaffen. Die Besucher*innen wurden dazu ermutigt, sich mit ihren persönlichen Reaktionen auf Krisen zu beschäftigen − von Kampf oder Flucht bis hin zu Eskapismus, Spekulation und Handlungsmöglichkeiten. Die Ausstellung wurde begleitet von einem umfassenden Veranstaltungsprogramm mit Diskussionen, Workshops, Führungen und mehr. Am 15.9. fand ein Abend mit kuratierten Kurzfilmen von Künstler*innen der Ausstellung statt. Die Vorführungen wurden von einer Diskussion mit den Kurator*innen Stephanie Hankey und Marek Tuszynski begleitet. Diese Filme wurden gezeigt: “CDC Warns”, YOUNG-HAE CHANG HEAVY INDUSTRIES, 5:32 Min.  “Algo-Rhythm”, Manu Luksch, 13:56 Min.  “The Border Interfaced”, Joana Moll, 2:49 Min.  “Choreographic Camouflage”, Liam Young, 8:04 Min.  “These Networks Under Our Skin”, Mimi Onuoha, 5:48 Min.  “Zizi & Me”, Jake Elwes, 4:47 Min.  “New colour”, Egor Kraft, 4:43 Min.  “San Andreas Deer Cam”, Brent Watanabe, 1:48 Min.  “Let Me Fix You”, Dasha Illina, 11:49 Min.   Tactical Tech, gegründet von Stephanie Hankey und Marek Tuszynski, ist eine preisgekrönte internationale Non-Profit-Organisation, die mutige und zukunftsweisende Erfahrungen und pädagogische Interventionen schafft, die die Menschen dazu einladen, kritisch über ihre Beziehung zur Technologie und darüber nachzudenken, wie sie die Welt, in der sie leben, verändert. Tactical Tech ist Urheber:in der beliebten Wanderausstellung “The Glass Room”, die inzwischen in über 50 Ländern gezeigt wurde.
    Digitales Labor #2
    Online Hack Space für partizipative künstlerische Strategien
    • Film
    • Performance
    • Deutsche Gebärdensprache
    • Deutsche Simultanübersetzung
    • Englisch
    • Englische Live-Transkription
    Digitales Labor #2
    Online Hack Space für partizipative künstlerische Strategien
    • 2021/2022
    Nach der ersten Ausgabe 2020 geht das Digitale Labor in die zweite Runde. Wir diskutieren die Nachhaltigkeit unserer digitalen Performancepraxis auf zwei Ebenen: Welche Begegnungen, welche Zugänge und welche Möglichkeiten der Partizipation erlauben virtuelle und hybride Räume? Und wie können wir unsere Projekte auf sozial und ökologisch ressourcenschonende Weise umsetzen? Wir wollen gemeinsam erforschen, welche künstlerischen Themen, Formen und Arbeitsweisen perspektivisch und über die Pandemie hinaus für die freien zeitgenössischen digitalen Performance-Künste von Bedeutung sind. Während des Online Hack Spaces (Kuratorin Jeanne Charlotte Vogt) erleben fünf Gruppen gemeinsam mit dem HAU4-Publikum Impulse zu digital-partizipativer Kunst, tauschen sich untereinander aus und arbeiten in verschiedenen Workshops an ihren Projektideen, mit der sie sich zuvor für den Online Hack Space beworben haben. Am Ende der fünftägigen Veranstaltung präsentieren die Beteiligten ihr Konzept, woraufhin eine Jury zwei Gruppen für eine anschließende Residenz auswählt. 30.3., 18:00 / HAU4 Eröffnung Digitales Labor #2: (Annemie Vanackere, Anna Krauß, Jeanne Charlotte Vogt, Sarah Reimann) Impuls: Judith Ackermann Impuls: Darsha Hewitt Judith Ackermann ist Professorin für Digitale Medien und Performance in der Sozialen Arbeit in Potsdam und arbeitet dabei insbesondere zu digitalem Theater und postdigitaler künstlerischer Praxis. Im Hack Space teilt sie anhand von spannenden Beispielen, wie digitale künstlerische Räume und Formate inklusiver und partizipativer gestaltet werden können. Sie ist außerdem bekannt als @dieprofessorin auf TikTok und entdeckt dabei selbst die performativen Qualitäten von Social Media. Die kanadische Medien- und Soundkünstlerin Darsha Hewitt lebt und arbeitet in Berlin. Sie untersucht in ihrer “medienarchäologischen” Arbeit verborgene Machtstrukturen und ethische Dimensionen von Technologien. Unter dem Titel “HOW TO BEAM: Do-It-Yourself Teleportation for Hybrid Times” forscht Hewitt derzeit zur sich wandelnden Bedeutung von persönlicher Präsenz in Zeiten zunehmend digitaler Begegnungen. Im Rahmen des Hack Space teilt sie künstlerische Methoden und Low-Tech-Lösungen zum Abbau von Barrieren und zur Neuerfindung von Individualität und Präsenz in hybriden Welten. Fragen können auf HAU4 gestellt werden, neben dem Livestream gibt es einen Live-Chat. Video im Anschluss in der HAUthek verfügbar. 31.3., 18:00 / HAU4 Impuls: Lauren Lee McCarthy Impulse: Marion Siéfert + allapopp und Janne Kummer aka.alaska Mit besonderen Formen von Ko-Präsenz experimentiert auch die Medienkünstler:in Lauren Lee McCarthy. In ihren Performances schafft sie intime Begegnungsräume, in denen sie ihr Publikum die Rolle von Service-KIs (Künstliche Intelligenzen im Service-Bereich) einnehmen lässt oder in denen sie in individuellen Mini-Zoom-Sessions dazu ermutigt, einander wertzuschätzen. McCarthy zeigt in ihrem Vortrag die speziellen Bedingungen für einen Beziehungsaufbau mit dem Publikum, für Intimität und Begegnung auf, die mit digitalen Räumen einhergehen. Im Anschluss stellen uns die Theatermacherin Marion Siéfert und die Künstler:innen allapopp und Janne Kummer aka.alaska zwei Projekte vor, die den digitalen Raum zum Aufbau einer Community nutzen. Mit “_jeanne_dark_” bespielt Marion Siéfert in hybriden Performance-Anordnungen Instagram als digitale Bühne. Ihre Figur Jeanne ist eine 16-jährige Teenagerin, die Insta-Reels gleichzeitig als Spiegel und Resonanzraum nutzt, um ihrer katholischen Familie und dem Mobbing ihrer Mitschüler:innen zu entfliehen und sich dabei Unterstützung bei ihrem Online-Publikum und ihren Follower:innen zu suchen.  Das Projekt “The House of Monstress Intelligenzia” von Janne Kummer aka.alaska, alla.popp, Luna Nane & Portrait XO geht den viel kritisierten strukturell diskriminierenden Grundlagen von Künstlicher Intelligenz auf die Spur. Anknüpfend an das fast vergessene netzutopische Versprechen, das Internet könne Raum für eine konstruktive Counter Culture sein, nutzen sie Social-Media-Plattformen als Medium für kollektives, künstlerisches und spekulatives Denken und die Erforschung einer queerfeministischen Dimension von Künstlicher Intelligenz.  Fragen können auf HAU4 gestellt werden, neben dem Livestream gibt es einen Live-Chat. Video im Anschluss in der HAUthek verfügbar.   30.3.–3.4., Gather.Town (intern) Internes Programm für die von der Jury ausgewählten fünf Gruppen Während des Online Hack Spaces (Kuratorin Jeanne Charlotte Vogt) erleben fünf Gruppen gemeinsam mit dem HAU4-Publikum Impulse zu digital-partizipativer Kunst, tauschen sich untereinander aus und arbeiten in verschiedenen Workshops an ihren Projektideen, mit der sie sich zuvor für den Online Hack Space beworben haben. In mehreren Workshops für die fünf Gruppen geben verschiedene Künstler:innen praktische Impulse zur Weiterentwicklung der eingereichten Konzeptideen:  Am Donnerstag starten allapopp und Janne Kummer aka.alaska damit, gemeinsam mit den Gruppen ihre skills für andere in “How tos” aufzubereiten und so unser Wissen in Beziehung zu setzen. Am Freitag teilt Christiane Hütter Strategien und Methoden u.a. aus den Bereichen Games und User Experience Design und wie sie Theaterpraxis neu denken lassen. Sie diskutiert außerdem mit uns, was Gastgeber:innenschaft in digitalen Räumen bedeuten kann. Die Medienkünstlerin Kasia Molga teilt schließlich ihre Methoden, um Publikum spielerisch für Fragen von Ressourcenverbrauch und ökologischer Nachhaltigkeit zu aktivieren und zu sensibilisieren.  Der Samstag gilt schließlich der Finalisierung der Konzeptskizze und Vorbereitung der Präsentation – und einem gemeinsamen informellen Abschlussabend mit einem Walk durch vergessene virtuelle Welten und einer Sound-Session. Während des Hack Spaces werden die Gruppen von Mentor:innen und Künstler:innen des Kollektivs dgtl fmsnm betreut. Über den Zeitraum der Veranstaltung hinweg unterstützen sie dabei, die inhaltlichen Fragestellungen der Teilnehmenden und des Hack Space zu verhandeln und stehen mit Rat und kritischem Feedback zur Seite. •    Andara Shastika – Multimediale Künstlerin, Kuratorin bei TERRARISTA TV •    Sarah Fartuun Heinze – Freie:r multidisziplinäre:r Künstler:in, Autor:in & kulturelle Bildner:in •    Philisha Kay – Kuratorin & Konzepterin für digitale Kunst •    Ulla Heinrich – Kurator:in und Entwickler:in digitaler Konzepte im Theater
    Dance and Transformation
    Begegnung und Austausch
    Dance and Transformation
    • Dialog
    • Deutsche Simultanübersetzung
    • Englisch
    Begegnung und Austausch
    Dance and Transformation
    • 2021/2022 · 120 Min.
    Impuls: The autonomous board (Helga Baert, Martin Schick, Sam Trotman) und Jacob Bilabel (Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien) Arbeitsgruppen geleitet von: AG Work Culture (Zeitgenössischer Tanz Berlin e.V.) Kasia Wolinska, Enrico L'Abbate aka Rilaben und Barbara Greiner, Maximilian Haas und Sandra Umathum, Tischgesellschaft von Antje Pfundtner in Gesellschaft mit Lea Martini & Magdalena Meindl, Moderation: Nadine Vollmer Das Arbeiten im Krisenmodus – in Hinblick auf die Bedrohung unserer ökologischen wie sozialen Sicherheit – ist für viele nicht erst seit der Pandemie Realität. Gleichzeitig hat die kollektive Erfahrung der vergangenen zwei Jahre die Schwächen in gesellschaftlichen, globalen wie lokalen Systemen offengelegt. Wie weiter machen? Eine grundlegende Transformation innerhalb unserer Arbeits- und Lebenswelt scheint unausweichlich. Wie können wir resiliente, nachhaltige und bewegliche Strukturen schaffen? Welche kritische Kraft schreiben wir dem Tanz in politischen, gesellschaftlichen und ökologischen Prozessen zu und wie kann Tanz als krisenerprobte Kunstform reale Veränderungen anstoßen? IMPULSE Jacob Bilabel (Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien) Das vorherrschende Narrativ "Nachhaltigkeit bedeutet Verzicht und Verbot" lähmt und verlangsamt dringend notwendige Entwicklungen. Hier gilt es heute mehr denn je, neue Erzählungen und Erlebnisse zu entwickeln, die die gesamte Gesellschaft in diese Generationenaufgabe mit einbeziehen und eine ökologische Transformation auch im Kulturbereich als autonomous board (Helga Baert, Martin Schick, Sam Trotman) bewältigbar erfahrbar machen. ‘The autonomous board’ ist die Antwort auf den Aufruf des Europäischen Netzwerks RESHAPE, neue und gerechtere Führungsmodelle für den Kultursektor zu erforschen. Helga Baert, Martin Schick und Sam Trotman haben unter diesem Leitmotiv einen kollektiven Handlungsvorgang erarbeitet, dem ein radikaler Paradigmenwechsel zugrunde liegt. Neue Narrative, Formen der Zusammenarbeit und ein Prinzip der Teilhabe treten hier an die Stelle von gängigen Kriterien der Wettbewerbslogik und formen gemeinsam das Gegenmodell ‘Governance of the Possible’, welches den Weg dahin skizziert und in eine mögliche Umsetzung führt.   WORKSHOPS AG Arbeitskultur (Zeitgenössischer Tanz Berlin e.V.) moderiert von Kasia Wolinska, Enrico L'Abbate alias Rilaben Der Workshop lädt alle Teilnehmenden ein, mit der Verkörperung kritischer Praxis zu experimentieren. Wir möchten eine individuelle und kollektive Reflexion über Bedürfnisse, Erwartungen, Beziehungen, Gedanken und emotionale Reaktionen anregen, die sich aus unserem Arbeitsleben ergeben. Wenn das produzieren von Tanz - in seinen verschiedenen Formen und Rollen - sowohl das Übel als auch das Heilmittel ist, laden wir Sie ein, mit uns darüber nachzudenken, wie wir anders arbeiten können und was durch Arbeit - und durch den Tanz - erreicht werden kann. Lasst uns miteinander und für uns selbst sprechen. Alle Körper sind willkommen. Tanzkenntnisse sind nicht erforderlich. Eine Online-Version des Workshops findet zeitgleich statt und wird von Barbara Greiner moderiert. Maximilian Haas und Sandra Umathum Dieser Workshop befasst sich mit den Herausforderungen für künstlerische Produktionsweisen angesichts des Klimawandels und der Notwendigkeit, Treibhausgasemissionen so schnell und drastisch wie möglich zu reduzieren. Nachhaltigkeit ist jedoch nicht nur eine quantitative Frage von mehr oder weniger, sondern erfordert einen qualitativen Wandel in der Art und Weise, wie wir leben und wirtschaften. Wie hängen Betriebsökologien mit ästhetischen Ansätzen und ethischer Verantwortung zusammen? Wie können wir die Art und Weise der Produktion und Präsentation verändern? Und welche Potenziale liegen in diesem Wandel? Der Workshop bietet Raum für Diskussionen, für den Austausch von Handlungsideen sowie für Beiträge zum Überdenken und zur Neuausrichtung der Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt und der Gesellschaft in Zeiten der Krise. Tischgesellschaft von Antje Pfundtner in Gesellschaft mit Lea Martini& Magdalena Meindl Lassen wir einmal die Visitenkarten beiseite, um zu sehen, welche Beziehungen wir tatsächlich haben. Wir treffen uns als Kulturschaffende, alle im gleichen Kontext - Tanz - aber mit unterschiedlichen Absichten. Die Tischgesellschaft lädt Sie ein, unsere jeweiligen Interessen zu beackern und sie auf dem Spielbrett des Marktes neu zu positionieren: Wie können wir von unserem Dissens und unseren unterschiedlichen Standpunkten profitieren? Wie können wir anwesende und abwesende Interessengruppen in das Spiel einbeziehen?
    Sexuelle Revolution. Rechter Backlash und feministische Zukunft
    Laurie Penny
    Sexuelle Revolution. Rechter Backlash und feministische Zukunft
    • Dialog
    • Deutsch
    • Deutsche Live-Transkription
    • Englisch
    • Englische Live-Transkription
    Laurie Penny
    Sexuelle Revolution. Rechter Backlash und feministische Zukunft
    • 2021/2022 · 90 Min.
    Eine sexuelle Revolution hat begonnen, und diesmal wird sie nicht aufzuhalten sein. Diese Revolution beginnt überall da, wo Frauen, queere, nonbinäre und trans Personen, vor allem jene, die nicht der weißen Mehrheitsgesellschaft angehören, aufstehen und nicht länger bereit sind, ihren Körper als jemandes anderen Besitz zu begreifen. Unsere Zeit der Krisen ist dank ihnen zugleich eine Zeit der produktiven Transformation, voller tiefgreifender und dauerhafter Veränderungen in unserem Verständnis von Gender, Sex und der Frage, wessen Körpern und wessen Worten Bedeutung beigemessen wird. Mitreißend und scharf schreibt Laurie Penny in “Sexuelle Revolution. Rechter Backlash und feministische Zukunft” über Sex und Macht, Trauma und Widerstand. Über die Krise der Demokratie, die Krise weißer Männlichkeit und die Rückzugsgefechte derer, die Angst vor Machtverlust haben. Sie fordert eine Kultur des ‘Consent’, die weit über Sex hinausgeht: Auch in Arbeitsverhältnissen, in Systemen der politischen Repräsentation, im Miteinander müssen wir zu einer Logik des fortlaufend ausgehandelten Einvernehmens finden, um individuelle und kollektive Traumata zu heilen und zukünftige zu verhindern. Nach vielen erfolgreichen Sachbüchern stellte die Autorin zuletzt 2016 am HAU ihr literarisches Erstlingswerk “Babys machen und andere Storys” vor, das ebenfalls bei Nautilus erschienen ist. Laurie Penny, geboren 1986 in London, ist Buch- und Drehbuchautorin und Journalistin. Studium der englischen Literaturwissenschaft in Oxford, Nieman Fellowship für Journalismus in Harvard. Sie publizierte u.a. im Guardian, New Statesman, Time Magazine, New York Times und Vice über Politik, soziale Gerechtigkeit, Popkultur und Feminismus. Als Drehbuchautorin wirkte sie an den Serien “The Nevers”, “The Haunting of Bly Manor” und “Carnival Row” mit.
    The House of Monstress Intelligenzia
    allapopp & Janne Kummer aka.alaska
    The House of Monstress Intelligenzia
    • Netzkunst
    • Performance
    • Englisch
    • Mit deutschen Übertiteln
    allapopp & Janne Kummer aka.alaska
    The House of Monstress Intelligenzia
    • 2021/2022
    Künstliche Intelligenz (KI) − der Versuch, Computer mit intelligentem Verhalten und eigenständigen Entscheidungsprozessen auszustatten − ist nicht nur relevant für die Krebsforschung, sondern auch Teil von Stimmen- und Gesichtserkennung in Smartphones und virtuellen Assistent:innen wie Amazon Alexa. Sie dient vielen Menschen als Hilfestellung im Arbeits- und Lebensalltag. Die Entwicklungen verlaufen rasant und sind oftmals beeindruckend. Doch genauso wiederholen sich und verfestigen sich durch den Einsatz von KI-Technologie Vorurteile und Ungerechtigkeit, die schon jetzt in der Gesellschaft existieren. Denn KI, die ihnen zugrunde liegenden Algorithmen und ihre Datenbanken sind von Menschen produziert. Und alle Menschen haben Vorurteile. So können KI-Anwendungen rassistisch, ableistisch, homophob, FLINTA* (Frauen, Lesben, Intersexuelle, Nicht-binäre, Transgender, Agender) werden. Besonders in Bilderkennungsverfahren, also dem Lesen, Bewerten und Kategorisieren von Körpern, wird dieses diskriminierende Verhalten künstlicher Intelligenzen deutlich. Ein anderes Beispiel sind Körperscanner, wie sie am Flughafen eingesetzt werden. Anhand festgelegter Normen ordnet der Scanner Körper als weiblich oder männlich ein. Binäre Vorstellungen von Geschlecht werden hier also angewandt, wiederholt und fortgeschrieben. Die hybride Performance “The House of Monstress Intelligenzia” erschafft einen digitalen Raum, um gemeinsam darüber nachzudenken, wie eine queer-feministische KI funktionieren, aussehen und sich anfühlen könnte. Durch das Nutzen unterschiedlicher Plattformen (DISCORD, Instagram, Twitch) sollen die Entwicklungs- und Forschungsergebnisse für möglichst viele Menschen aufbereitet und zugänglich gemacht werden. “The House of Monstress Intelligenzia” ist ein Gegenentwurf zu einem dominant-vorherrschendes System und dessen Datenbanken. Es ist der Versuch ‘Glitches’ – vermeintliche Fehler in diesem System - zur Grundlage für die Entwicklung einer alternative, queer-feministisch KI zu machen. Und diese KI zu nutzen, um mit ihr Körper zu erträumen, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen. Das Projekt beginnt auf dem HAU-Instagram-Kanal. Einen Monat lang werden hier Bilder und Videos der Forschung geteilt. Interaktive Beteiligung ist erwünscht. Der Discord Channel von “The House of Monstress Intelligenzia” ist jetzt online – schau gerne vorbei! Es ist ein Raum für Wissensaustausch, Information & Skill Sharing und Community Building – alles rund um Machine Learning & Queer-, Data- und Glitch-Feminismus. Am 4.3. findet auf HAU4 eine Online Lecture mit allapopp & Janne Kummer aka.alaska sowie Buse Çetin, Emily Martinez und Luna Nane statt, bei der die Forschungsergebnisse präsentiert werden, daraufhin bleiben diese weiterhin in der HAUthek verfügbar.
    Quadrat Sampling E-Ecologies
    The Mycological Twist / HAU
    Quadrat Sampling E-Ecologies
    • Game
    • Workshop
    • Englisch
    The Mycological Twist / HAU
    Quadrat Sampling E-Ecologies
    • 2021/2022
    The Mycological Twist lädt zu einer Erkundungsreise ins HAU3 ein und veranstaltet dort gemeinsame Gaming-Sessions von “No Man’s Sky”. In diesem Computerspiel steuern die Spieler:innen die Figur einer:eines Weltraumentdecker:in, die in einem schier endlosen Universum von Planet zu Planet fliegt mit jeweils einzigartigen ökologischen Bedingungen. Auch nach unzähligen Spielstunden kann immer wieder Neues entdeckt werden. “Quadrat Sampling E-Ecologies” umfasst zwei Etappen. Im “Introducing Workshop” werden das Spiel und seine Umgebung mithilfe einer Reihe von Instrumenten der Feldforschung erkundet, die an eine digitale Landschaft angepasst werden. In der “Gaming Session” werfen Eloïse Bonneviot und Anne de Boer gemeinsam mit Expert:innen aus den Bereichen Kunst und Aktivismus sowie den Spieler:innen einen neuen, subversiven Blick auf das Spiel und sprengen seine Grenzen. Zum Hintergrund der Produktion: Die zunehmende Leistungsfähigkeit unserer Computer eröffnet den Menschen weltweit Zugang zu faszinierenden Videospielen und damit zu einer Vielzahl von Welten. Diese sind nicht länger die ausschließliche Domäne stereotypischer, meist männlich-jugendlicher Gamer:innen, sondern verwandeln sich zunehmend in einen sozialen Raum, der von sehr diversen Gruppen erkundet wird. Diese Räume sind soziale Netzwerke. Die traditionellen sozialen Netzwerke verbinden uns mittels einer Performativität des Alltäglichen, wohingegen in Games eine fiktive Erzählung im Vordergrund steht, deren Rahmen von den Entwickler:innen vorgegeben ist. Die ausgewählten Avatare sind temporäre Vertreter:innen unserer Selbst. Als Spieler:in ist man zugleich Autor:in und Publikum der Erzählung und erlebt gemeinsam mit den Mitspieler:innen aufregende Erlebnisse. Trotz der unterschiedlichen Teilnehmer:innen an Multiplayer-Spielen folgt der Spielablauf stets ähnlichen Mustern: Tötet dies, erobert das, werdet der:die Beste, erbeutet alles. Die lineare Aufgabenstellung bestimmt sowohl die Funktionsweise der Räume als auch, wen diese interessieren wird. Die endlos reproduzierten Erzählungen spiegeln aktuelle Vorurteile, Machtkämpfe und Ideologien wider. Die spezifischen Probleme der jeweiligen Spiele erfordern spezifische Untersuchungen und Fragestellungen. Die beiden Künstler:innen Eloïse Bonneviot und Anne de Boer waren bereits Teil der HAU-Festivals “Spy on Me” #2 und #3 und zuletzt auf der 7. Athens Biennale vertreten. “Quadrat Sampling E-Ecologies” findet auch in Kooperation mit der Fritz-Karsen-Schule aus Berlin-Neukölln statt. Das HAU lädt eine Klasse zum gemeinsamen Spielen und Diskutieren ins HAU3 ein. Danielle Brathwaite-Shirley arbeitet vor allem mit Animationen, Sound, Performance und Videospielen, um die Erfahrungen einer Schwarzen trans Person zu vermitteln. Brathwaite-Shirleys Praxis konzentriert sich auf die Dokumentation des Lebens Schwarzer trans Personen, wobei gelebte Erfahrungen mit Fiktion verschränkt wird, um trans Geschichten fantasievoll nachzuerzählen. Angetrieben von dem Wunsch, die “Geschichte heutiger und früherer trans Menschen” aufzuzeichnen, kann Brathwaite-Shirleys Arbeit als ein trans Archiv gesehen werden. Die Arbeiten wurden in der Albright-Knox Art Gallery, David Kordansky Gallery, Quad Gallery, Arebyte Gallery, Science Gallery, im Barbican Centre sowie in der Tate Modern gezeigt. Während des 3hd 2020 Festivals von Creamcake zeigte Danielle Brathwaite-Shirley den Film und die interaktive Performance “We Are Here Because of Those That Are Not” auf HAU4. Xenia Chiaramonte ist Juristin und Rechtssoziologin. 2019 hat sie ihre Monographie “Governare il conflitto: La criminalizzazione del movimento No TAV” [“Den Konflikt regieren: Die Kriminalisierung der No-TAV-Bewegung”] veröffentlicht, in der sie die Kriminalisierung einer der ältesten und bekanntesten Umweltbewegungen in Westeuropa analysiert. In ihrer Forschung entwickelte sie einen tiefgreifenden ethnografischen Ansatz, der mit einer theorieorientierten Sichtweise kombiniert wurde. Ahmed Isam Aldin Ahmed ist bildender Künstler, Designer und Blogger aus Khartum. Er studierte Physik an der Universität von Khartum, Grafikdesign und Fotografie in Kairo und Visuelle Kommunikation an der Weißensee Kunsthochschule Berlin. In seiner Praxis beschäftigt er sich mit Immigration und Psychologie sowie mit den Prozessen von Revolutionen, dekolonialem Design und Technologie. Er hat an verschiedenen Ausstellungen in Khartum, Kairo und Berlin teilgenommen und studiert derzeit Medienkunst an der Universität der Künste Berlin. Barbara Marcel ist eine brasilianische Künstlerin und Filmemacherin. Sie beschäftigt sich in ihren Werken mit historischen Auffassungen von Natur und deren Verbindungen zu kolonialen Bildwelten.
    Gespräch mit Rita Segato, LASTESIS, Eva von Redecker und Carolin Wiedemann
    “Zusammen verbrennen wir die Angst!”
    Gespräch mit Rita Segato, LASTESIS, Eva von Redecker und Carolin Wiedemann
    • Dialog
    • Deutsch
    • Mit deutscher Simultanübersetzung
    • Spanisch
    • Spanische Simultanübersetzung
    “Zusammen verbrennen wir die Angst!”
    Gespräch mit Rita Segato, LASTESIS, Eva von Redecker und Carolin Wiedemann
    • 2021/2022
    Angesichts neoliberaler, extraktivistischer und machistischer Gewalt formiert sich seit ein paar Jahren in Lateinamerika eine Vielzahl von Widerstandskämpfen. Dabei verbinden sich militante Proteste gegen soziale Ungleichheit und Landraub mit feministischen Bewegungen gegen Femizide und sexualisierte Gewalt und betonen die politischen Zusammenhänge zwischen diesen verschiedenen Gewaltformen. Ausgehend von ihrem neu auf Deutsch erschienenem Buch “Wider die Grausamheit” diskutiert die Anthropologin Rita Segato mit dem Performance-Kollektiv LASTESIS, der Philosophin Eva von Redecker und der Journalistin Carolin Wiedemann über Allianzen des Widerstands in Lateinamerika und daraus resultierende mögliche Lehren für Europa. ES “Quemamos el miedo” A partir de la publicación de la antropóloga argentina Rita Segato “Contra-pedagogías de la crueldad”, la periodista y socióloga Carolin Wiedemann va a debatir junto con la filósofa Eva von Redecker, el colectivo feminista Lastesis de Chile y la autora misma, Rita Segato sobre alianzas y formas de resistencia en América Latina y posibles vínculos con debates y luchas en nuestros contextos aquí en Alemania y Europa. Lastesis es bien conocido por el performance “Un violador en tu camino”, que estrenó con cientos de mujeres y disidencias en las calles y plazas de Chile alrededor del 25 de noviembre 2019, el dia de la eliminación de la violencia contra mujeres. Poco se sabe que el performance, que habla de la violencia patriarcal y la responsabilidad del estado, está inspirado entre otros en los trabajos de Rita Segato. En muchas regiones de América Latina los textos de Segato forman parte de las lecturas básicas en la lucha y teoría feminista.
    FACE Your Demons
    dgtl fmnsm / HAU
    FACE Your Demons
    • Dialog
    • Workshop
    • Deutsch
    • Deutsche Gebärdensprache
    dgtl fmnsm / HAU
    FACE Your Demons
    • 2021/2022
    In der interaktiven Workshop-Reihe “FACE” wird experimentiert, um aktuelle und zukünftige Technologien selbstbestimmt und politisch zu nutzen. In der sechsten und finalen Ausgabe “FACE Your Demons” untersucht das Team von dgtl fmnsm gemeinsam mit Künstler:in Andara Shastika den Zusammenhang von Monstern, Geistern und Technologie aus einer feministischen und postkolonialen Perspektive. Philisha Kay unternimmt vielfältige Projekte an den Schnittpunkten von Identität, Technologie und Kunst. Durch die diskursive Verfremdung und applikative Neuinterpretation des digitalen Raums entwirft sie emanzipatorische und partizipative Gegenwarten. Insbesondere interessiert sie sich für das Potenzial (digitaler) Imaginationen und Technologien als subversive Werkzeuge für die kreative (De-)Konstruktion des Selbst und die ästhetische Neukonzeption der geschlechtlichen (Korpo-)Realität.  Andara Shastika (*1992 Jakarta, Indonesien), alias Shasti, ist Performance- und multimediale Künstlerin. Ihre künstlerische Praxis erforscht Geister, Geistergeschichte und Rache als mögliche Counternarrative, sie beschäftigt sich besonders mit den audiovisuellen Technologien des Übernatürlichen und des Horrors. Als Teil von TERRARISTA TV organisiert Shasti Livestream-Programme mit, um das Potenzial des digitalen Raums für kollaborative künstlerische Praxis zu untersuchen. 2020 hat Shasti die Initiative Cura Han Hati mitbegründet, eine Vernetzung, kollaborative Struktur und gleichzeitig Safer Space für BPoC Künstler:innen in und aus Kassel.
    The Walks
    Kostenpflichtig
    Rimini Protokoll (Haug/Kaegi/Puschke/Wetzel)
    The Walks
    • App
    • Audiowalk
    • Deutsch
    • Englisch
    • Französisch
    • Italienisch
    • Rumänisch
    • Spanisch
    Rimini Protokoll (Haug/Kaegi/Puschke/Wetzel)
    The Walks
    • 2021/2022
    “The Walks” ist eine App für eine Sammlung von Audio-Walks, deren Geschichten und Klangwelten sich weltweit erleben lassen und die auf HAU4 präsentiert wird. Nach Alpbach, Borgia/Catanzaro, Bukarest, Cleveland, Dresden, Hamburg, Mailand und Saarbrücken ist nun Berlin an der Reihe, die HAU-Koproduktion zu zeigen. Jeder Spaziergang ist ein Kurzhörspiel für einen bestimmten Ort der jeweiligen Stadt und eine Einladung, die Umgebung neu zu entdecken und mit ihr zu interagieren.  So verbindet “The Walks” Menschen rund um den Globus in einer lokalen Erfahrung durch eine grundlegende menschliche Handlung: Das Gehen. Mit der Corona-Pandemie erhielt das Gehen im öffentlichen Raum eine neue Bedeutung. Ein uraltes und alltägliches Ritual wurde zu einem zentralen Bestandteil der neuen Normalität: Menschen treffen sich, spazieren, schreiten durch Nachbarschaften, spielen in Landschaften und nehmen mit jedem Gang ihre Umgebung neu wahr. “The Walks” versteht das Gehen als theatrales Szenario: Ein audio-geführter Spaziergang in Parks, ein inszenierter Spaziergang in Supermärkten oder getaktete Interaktionen an Flussufern. In jeder Stadt werden mit Stimmen, Geräuschen und Musik vertraute Orte Schritt für Schritt zu Schauplätzen und Landschaften zu Bühnen: durch Erzählungen, dialogische Situationen, choreografische Erkundungen oder musikalisch-rhythmische Variationen des Gehens. Der Titel jedes Walks zeigt an, wo oder wie er aufgeführt wird: “Walk für einen Friedhof”, “Walk am Wasser” oder “Walk für eine Verkehrsinsel”.
    How the Time Goes  – Episode 1–7
    Forced Entertainment
    How the Time Goes – Episode 1–7
    • Film
    • Performance
    • Englisch
    Forced Entertainment
    How the Time Goes – Episode 1–7
    • 2020/2021
    Die neue gut fünfstündige Online-Performance “How the Time Goes” taucht aus dem taumelnden Limbus des Lockdowns auf und zeigt Forced Entertainment in improvisierten Zoom-Interaktionen mit dem Pianisten Marino Formenti von verschiedenen Orten aus, darunter Sheffield, Berlin, das ländliche Frankreich, London, Wien und Budapest.  Die zwischen März und Mai 2021 aufgezeichnete siebenteilige Arbeit erweitert die in “End Meeting for All” (Premiere im April 2020 bei #HAUonline) bereits unter den besonderen Bedingungen der Pandemie entstandenen Fragestellungen zu einem spiralförmigen Patchwork aus unbearbeiteten Fragmenten, die weder Tagebuch noch Fiktion sind.  Im Verlauf der scheinbar ziellosen, ununterbrochenen Videoanrufe wandelt sich Theatralität zu unerwarteter Intimität und wieder zurück und es wird eine Welt geschaffen, in der Menschen kochen, Klavier üben, tanzen und schlafen – alles online.  Jede Episode von “How the Time Goes” wurde in einem einzigen Live-Take aufgenommen, dauert zwischen 25 und 60 Minuten und bietet eine Mischung aus dem für die Company typischen trockenen Humor und melancholischen Zeitlupen-Spielereien, während die Gruppe die neue Online-Situation mit ihrer Kapazität für Durchlässigkeit, Verbindung und Trennung nutzt, um ihre seit langem etablierten Methoden der Live-Performance und narrativen Dekonstruktion zu erweitern.
    Loulu
    onlinetheater.live
    Loulu
    • App
    • Game
    • Netzkunst
    • Deutsch
    onlinetheater.live
    Loulu
    • 2020/2021 · ca. 90 Min.
    • 2021/2022 · ca. 90 Min.
    • 2022/2023 · ca. 90 Min.
    Die erfolgreiche Influencerin Frida wurde auf dem sozialen Netzwerk Vire zum Opfer eines Shitstorms. Hilfesuchend wendet sie sich an die Spieler:innen, die schnell herausfinden: dieser Shitstorm ist nicht zufällig entstanden, er war geplant und ausgeführt von einem rechtsradikalen Netzwerk, das mit gekonnten digitalen Medienstrategien versucht, den gesellschaftlichen Diskurs über Themen wie Feminismus, Gender, LGBTIQ+-Sichtbarkeit und Diversität nachhaltig zu beeinflussen und so eine rassistische und sexistische Politik durchzusetzen. Besonders auffällig ist hier die Lifestyle-Influencerin Loulu, die traurig nachdenklich über das Muttersein, die schnelllebige Gesellschaft und das Thema Heimat sinniert. Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Loulu und dem Netzwerk, welches Frida so stark attackiert? Gemeinsam mit Frida und unterstützt von Internetspezialist:in Robin machen sich die Spieler:innen auf die Suche nach dem Strategiehandbuch der rechtsradikalen “Bewegung” und rutschen dabei immer tiefer in den Kern des Netzwerkes... Dieses erste Projekt zwischen onlinetheater.live und HAU Hebbel am Ufer ist eine kostenlose Smartphone-App, die die Spieler:innen in eine interaktive Fiktion einlädt. Das Single-Player-Game macht Manipulationstaktiken und Diskursverschiebungen “neurechter” Netzwerke erfahrbar und zeigt, dass soziale Internetplattformen perfekte Keimzellen zur gezielten Radikalisierung sein können. Empfohlen für Menschen ab 18 Jahren
    Still Not Still (scenes for camera)
    Ligia Lewis & Moritz Freudenberg
    Still Not Still (scenes for camera)
    • Film
    • Tanz
    Ligia Lewis & Moritz Freudenberg
    Still Not Still (scenes for camera)
    • 2020/2021
    Es ist vernünftig, die Welt an der Grenze von Sinn und NICHT-Sinn zu verorten Man dreht sich und dreht sich und dann bleibt man stehen und fällt zu Boden Was ist toter als tot? (Ligia Lewis) Voll abgründigem Humor und surrealistischen Bildern beschwört Ligia Lewis mit ihrer neuen Arbeit “Still Not Still” eine poetische Theatersprache, die jede Fantasie von historischem Fortschritt erschüttert. Die choreografische Komposition für sieben Performer:innen beschäftigt sich mit den jahrhundertealten und fortwährenden Ausschlüssen Schwarzer und nicht-weißer Menschen aus der Geschichtsschreibung. Wenn die Geschichte fehlbar, unzureichend und durch Lücken und Abwesenheiten gekennzeichnet ist, kann sie dann einfach der Vergangenheit überlassen werden? Inspiriert von dem Bild einer Schwarzen Madonna aus dem 8. Jh. in Italien sowie einer französischen “Complainte” (Klagelied) aus dem 14. Jh., spricht “Still Not Still“ diese Leerstellen als “lacuna” – dunkle Höhle – an, die jenen von uns, die außerhalb der Privilegien der weißen Identität stehen, ein unwissendes Selbst gegeben haben. Sie wendet sich der dunklen Höhle des Theaterraums zu und verhandelt darin die Vergangenheit, um eine andere Zukunft möglich zu machen. Gleichzeitig Tragödie und Komödie, bedient sich das Tanzstück der spielerisch-ausdruckslosen Expressivität und der trockenen, schwarzen Komik des “Deadpan”. Lewis entwirft eine Welt außerhalb der Zeit in der mit der kreativen Kraft der Fiktionalisierung dunkle Lücken aufgespürt und Stillstand in Bewegung gebracht wird. Angesichts der Tatsache, dass Geschichte fehlbar und unzureichend ist – und von ihren Siegern geschrieben wurde ­– stellt sich die Frage, was entstehen könnte, wenn sie zu Grabe getragen wird. “Still Not Still” nimmt als langanhaltendes lamento Gestalt an und bietet als formale Erwiderung auf die Geschichte eine Klage, eine musikalisch-performative Reklamation. “Still Not Still” war ursprünglich für April 2021 als Tanzpremiere auf der HAU1-Bühne geplant. Aufgrund der derzeitigen Situation ist es dem HAU und der Künstlerin nicht möglich, diese Arbeit live zu präsentieren. Stattdessen ist ein filmisches Erlebnis entstanden, bis die Produktion live zu sehen ist.
    Rassismus. Strukturelle Probleme brauchen strukturelle Lösungen
    Natasha A. Kelly
    Rassismus. Strukturelle Probleme brauchen strukturelle Lösungen
    • Dialog
    • Deutsch
    Natasha A. Kelly
    Rassismus. Strukturelle Probleme brauchen strukturelle Lösungen
    • 2020/2021
    Die Schwarze deutsche Community weist seit Jahrzehnten darauf hin, dass Rassismus alle Strukturen unserer Gesellschaft durchdringt. In der öffentlichen Debatte wird allerdings noch immer auf einer individuellen Ebene nach einer Patentlösung gesucht. Doch erst wenn wir die strukturelle Dimension des Rassismus verstehen, können wir erfolgsversprechende Maßnahmen dagegen entwickeln, denn strukturelle Probleme brauchen strukturelle Lösungen. Seit 2015 ist Natasha A. Kelly regelmäßig Teil des HAU-Programms und trägt wesentlich dazu bei, Diskussionen rund um Rassismus voranzutreiben. Mit ihrem neuen Buch schafft die Kommunikationssoziologin eine längst überfällige Grundlage für den informierten Dialog über Rassismus. Anhand von konkreten Beispielen aus der aktuellen Debatte zeigt sie, wo die Strukturen des Rassismus verlaufen und wie er sich in die deutsche Gesellschaft eingeschrieben hat. Kelly setzt damit elementare Impulse für eine produktive Diskussion. Für die Buchpremiere von “Rassismus. Strukturelle Probleme brauchen strukturelle Lösungen!” wird sie auf der Bühne für einen Livestream auf HAU4 von Achan Malonda begleitet. “Erst dann, wenn wir verstanden haben, dass Rassismus strukturell ist, das Rassedenken ungebrochen fortwirkt, Kolonialismus noch andauert und die Erderwärmung und das Sterben im Mittelmeer unmittelbar damit zu tun haben, können wir diese Debatten zusammenführen und nicht nur soziale Gerechtigkeit, sondern intersektionale Gerechtigkeit einfordern.” (Natasha A. Kelly) www.natashaakelly.com
    Calculated Communities
    Timon Beyes
    Calculated Communities
    • Dialog
    • Englisch
    Timon Beyes
    Calculated Communities
    • 2020/2021
    Die von der Pandemie erzwungene Verlagerung von Nähe- und Distanzverhältnissen in die digitale Sphäre beschleunigt Organisationsweisen des Gemeinsamen, wie sie ‘networked publics’ kennzeichnen. Mehr denn je basiert die Formierung von Kollektivität auf den Möglichkeiten und Bedingungen technologischer Konnektivität. Die Entstehung neuer Gemeinschaften beruht damit auf den opaken Mechanismen von Plattformökonomie und Überwachungskapitalismus, die ihrerseits unzugänglich und unlesbar sind – und die Akteur:innen dieser Ökonomie zu Profiteur:innen der Pandemie machen. Wie verhalten sich gegenwärtige Formen des Zusammenkommens zu diesen Mechanismen? Sind sie als ‘calculated publics’ zwangsläufig abhängig von den Algorithmen, Echokammern und Steuerungsweisen von Twitter, Facebook, Clubhouse etc.? Welche Praktiken der Störung, Verschleierung und Entnetzung entstehen, die in digitalen Infrastrukturen gegen die Programmierung von Öffentlichkeit agieren? Schon das Aufkommen der bürgerlichen Öffentlichkeit beruhte auf geheimen Gesellschaften. Lässt sich eine ähnliche Dialektik heute ausmachen, die jenseits wuchernder Verschwörungstheorien auch neue solidarische Gemeinschaft einleitet? Timon Beyes ist Professor für Organisations- und Kultursoziologie an der Leuphana Universität Lüneburg und an der Copenhagen Business School, Dänemark. Er ist Direktor des Centre for Digital Cultures in Lüneburg und Mitglied des Digital Democracies Institute, Simon Fraser University, Vancouver.
    ORI CLEANSE
    Ricardo de Paula
    ORI CLEANSE
    • Film
    • Tanz
    • Brasilianisches Portugiesisch
    • Englisch
    • Französisch
    • Mit englischen Untertiteln
    • SDH
    • Spanisch
    Ricardo de Paula
    ORI CLEANSE
    • 2020/2021
    MIMIMI Space ist ein experimentelles, interdisziplinäres Format, das einen Raum schafft für künstlerische Auseinandersetzung mit Rassismus, ein Laboratorium für Selbstreflexion und Heilung. Dreh- und Angelpunkt des Projekts ist der Schwarze Körper und in den Körper eingeschriebene Erinnerung. Das Wissen um die historischen Ursprünge rassistischer Strukturen sowie der sie bedingenden Philosophien und Denkweisen schafft die Grundlage, nach vorne zu blicken. Mit dem Bewusstsein für die Vergangenheit und der Vision für die Zukunft befragt MIMIMI Space die Gegenwart. MIMIMI Space besteht aus zwei Teilen: Der erste Teil fand vom 5.–7.12.2020 auf HAU4 statt und ist nach wie vor dort aufrufbar. Drei Begegnungen in verschiedenen Formaten – gemeinsames Essen, Performance, improvisierter Tanz – beleuchten unterschiedliche Perspektiven auf den Schwarzen Körper und setzen sie in Beziehung zueinander. Gerahmt werden die Veranstaltungen durch Filme und Objekte, die de Paulas künstlerische Arbeit dokumentieren. Auf immer neue Art und Weise weist er auf die Dringlichkeit der Auseinandersetzung mit Rassismus hin. “ORI CLEANSE” ist der zweite Teil des Projekts. Die Tanzperformance ist ein politisches Statement, eine Selbstermächtigung und ein Reinigungsprozess. Es ist ein Schritt in Richtung einer dekolonisierten Zukunft, in der alle Menschen freie Subjekte sind. Die sechs Tänzer:innen mit höchst unterschiedlichem biografischem und tänzerischem Hintergrund entwickeln neue Formen des Denkens und des Daseins und Spiels auf der Bühne; sie bestimmen selbst über die Bilder und Vorstellungen, die sie von sich haben, und darüber, was sie in anderen erwecken wollen. Sie demonstrieren einen überwältigenden Glauben an die Macht ihrer Körper, ihre Gemeinschaft und ihre Solidarität und schüren so die Hoffnung auf Heilung und den Beginn eines neuen Zeitalters. Eine Quelle der Kraft ist die Natur, doch auch das Bewusstsein für sich selbst und jedes andere Leben. In diesem Zusammenhang ist der bewusste Umgang mit sich selbst und dem eigenen Körper ein Schritt hin zu einem holistischen Denken, das ausbeuterische Strukturen vermeidet. Das Universum, Olorum, steht hier für die Verbindung mit einem umfassenderen Kontext. Aus der unermesslichen Weite des Universums erstrahlt die Verletzbarkeit und Herrlichkeit des Lebens auf einer Erde ohne Grenzen. Die Tänzer:innen umkreisen einander wie Sterne und beziehen sich auf etwas, das über uns Menschen hinausgeht, uns verbindet und Empathie möglich werden lässt.
    Über die Kette des Versagens, die Bedingungen des Terrors und den rassistischen Normalzustand
    Initiative 19. Februar Hanau
    Über die Kette des Versagens, die Bedingungen des Terrors und den rassistischen Normalzustand
    • Dialog
    • Deutsch
    Initiative 19. Februar Hanau
    Über die Kette des Versagens, die Bedingungen des Terrors und den rassistischen Normalzustand
    • 2020/2021
    Am 19. Februar ist der rassistische Anschlag von Hanau ein Jahr her. Neben einer offiziellen Gedenkveranstaltung mit dem Bundespräsidenten und dem hessischen Ministerpräsidenten am Jahrestag selbst lädt die Initiative 19. Februar Hanau, bestehend aus Angehörigen, Überlebenden und Betroffenen, am 14.2. dazu ein, gemeinsam zu trauern und zu erinnern. Das HAU streamt die Veranstaltung live aus Hanau: “Wir trauern und erinnern uns. An Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin. (…) Ein Jahr danach sagen wir selbst, was (bei der offiziellen Gedenkveranstaltung) nicht gesagt werden wird: Wir sprechen über das Versagen der Behörden vor, während und nach der Tat, über die Schwerfälligkeit der Ämter bei der Unterstützung und Hilfe, und selbst beim Erkennen gravierendster Probleme – die Kälte der Bürokratie. Wir sprechen über das unverzeihliche Fehlverhalten der Sicherheitskräfte in der Tatnacht, über die Unwilligkeit und Schludrigkeit von Staatsanwaltschaft und Polizei bei den Ermittlungen, bei der Verfolgung von Spuren, bei dem Ernstnehmen neuer Bedrohungslagen, bei unserem Schutz. Wir sprechen über die wiederkehrenden Respektlosigkeiten und herabwürdigenden Gesten von Beamt:innen, Vertreter:innen von Behörden und Polizei gegenüber Angehörigen und Überlebenden und selbst gegenüber den Toten. Wir sprechen über den Normalzustand von institutionellem Rassismus. Ein Jahr danach bedeutet für uns, wir klagen an.” 19feb-hanau.org
    Letters from the Continent
    Virginie Dupray, Faustin Linyekula / Studios Kabako
    Letters from the Continent
    • Film
    • Tanz
    • Deutsche Untertitel
    • Diverse Sprachen
    • Mit englischen Untertiteln
    Virginie Dupray, Faustin Linyekula / Studios Kabako
    Letters from the Continent
    • 2020/2021
    Der vom HAU koproduzierte Film “Letters from the Continent” wurde im Mai und Juni 2020 konzipiert und gedreht, zusammen mit 21 Künstler:innen aus Kapstadt, Dakar, Lagos, Maputo, Moroni, Tunis und anderen Städten. Mitten in der Covid-19-Pandemie entstanden, widmet der Film sich den vielen Menschen, die in einem permanenten Krisenmodus leben, ob in medizinischer, politischer oder – in erster Linie – ökonomischer Hinsicht, und deren Umgang damit sie zu Alltagsheld:innen ihres Lebens macht. Dort, wo sie leben und träumen, berichten sie in Wort und Tanz von ihren Problemen und Sorgen, aber auch ihren Überlebensstrategien und Hoffnungen und bekräftigen mehr denn je die Notwendigkeit, hier und jetzt ungeachtet aller Widrigkeiten etwas zu erschaffen. Die 21 Briefe – 21 Selbstporträts – präsentieren eine neue Generation von Tänzer:innen, Choreograf:innen, Performer:innen und Schauspieler:innen, die mit ihrer Umgebung jonglieren, um andere Geschichten über den mitten im Wandel befindlichen afrikanischen Kontinent zu erzählen. Mit: Fatoumata Bagayoko (Mali, gesendet aus Bamako) Collectif d’Art-d’Art / Michael Disanka & Christiana Tabaro (Demokratische Republik Kongo, gesendet aus Kinshasa) Cie La Mer noire / Alioune Sow, Khoudia Touré, Kirsner Tsengou Dingha & Pierre-Claver Belleka aka Dexter (Senegal, Liberia, Demokratische Republik Kongo, gesendet aus Dakar) Hamdi Dridi (Tunesien, gesendet aus Montpellier / Frankreich) Didier Ediho (Demokratische Republik Kongo, gesendet aus Kinshasa) Chourouk El-Mahati, Moad Haddadi, Mohamed Lamqayssi (Marokko, gesendet aus Belfort / Frankreich) Kaïsha Essiane (Gabun, gesendet aus Libreville) Marcel Gbeffa (Benin, gesendet aus Gaborone / Botswana) Qondiswa James (Republik Südafrika, gesendet aus Kapstadt) Samwel Japhet (Tansania, gesendet aus Dar-es-Salaam) Jeannot Kumbonyeki (Demokratische Republik Kongo, gesendet aus Kinshasa) Souleymane Ladji Kone (Burkina Faso, gesendet aus Ouagadougou) Seifeddine Manai (Tunesien, gesendet aus Tunis) Judith Olivia Manantenasoa (Madagaskar, gesendet aus Antananarivo) Dorine Mokha (Demokratische Republik Kongo, gesendet aus Lubumbashi) Abdoul Mujyambere (Ruanda, gesendet aus Kigali) Salim Mzé Hamadi Moisi (Komoren, gesendet aus Moroni) Nagham Salah Othman (Sudan, gesendet aus Kairo) Germaine Sikota (Togo, gesendet aus Lome) Maria Tembé (Mosambik, gesendet aus Maputo) Westsyde Lifestyle / Ambrose Idemudia Joshua, Daniel Emmanuel Olajuwon, Ordia Eromose & Osokoya Yemi (Nigeria, gesendet aus Lagos)
    Online-Diskussion und Launch der neuen Ausgabe des Magazins für zeitgenössische Kunst pARTisanka
    “Eure Vergangenheit ist unsere Zukunft?”
    Online-Diskussion und Launch der neuen Ausgabe des Magazins für zeitgenössische Kunst pARTisanka
    • Dialog
    • Belarusisch
    • Belarusische Simultanübersetzung
    • Deutsch
    • Mit deutscher Simultanübersetzung
    “Eure Vergangenheit ist unsere Zukunft?”
    Online-Diskussion und Launch der neuen Ausgabe des Magazins für zeitgenössische Kunst pARTisanka
    • 2020/2021
    Im Januar 2021 fand diese Online-Diskussion als eine Pilotveranstaltung zum Programmschwerpunkt “‘Я выхожу!’ – Berlin trifft Minsk” statt. Einen Großteil des weiteren dazu geplanten Programms müssen wir wegen des erneuten Lockdowns leider verschieben. Noch bis vor Kurzem in Belarus: Keine Zukunft, keine Vergangenheit, keine Gegenwart. Dennoch immer aktuell: beinahe jede Äußerung und jedes Tun. Wozu sich noch äußern? Wozu handeln, wenn weder Worte noch Taten im Zeitgeschehen gefangen blieben. Vereinzelt, isoliert, unsichtbar oder verschlüsselt. Über die aktuellen Ereignisse in Belarus zu sprechen bedeutete, sich lediglich zu wiederholen. Seit dem 9. August 2020 gibt es nun die Zeitkategorie “Davor”, “Danach“ ist noch nicht in Sicht und im “Dazwischen” verlieren nun die Worte und Taten schnell ihre Aktualität, werden jedoch augenblicklich historisch. Zumindest scheint sich darin sie belarusische Zivilgesellschaft einig zu sein – die Geschichte zu erleben. Ihre Geschichte. Hat jede Revolution das Recht auf Hoffnung und Einzigartigkeit? Welche Vergleiche sind sinnvoll? Ist es jetzt an der Zeit, über die Zukunft zu sprechen? Wie stehen die Chancen für einen selbstbestimmten politischen Weg? Und welche Bedeutung haben die Begriffe Freiheit, Wandel, Transformation? Wer ergreift das Wort und für wen und welche Rolle spielen die Erfahrungen, insbesondere nach dem Mauerfall 1989 in diesem Prozess? Ist das Sprechen aus der Grenzerfahrung und dem Schwellenzustand heraus überhaupt möglich? Und was macht die belarusische Grenzerfahrung aus? Lesen Sie auf HAU3000 das Editorial und ein Gespräch mit Elena Gapova, Almira Ousmanova, Valeria Korablyova und Felix Ackermann aus pARTisanka No. 35. Tania Arcimovich ist Autorin, Regisseurin und Kuratorin aus Minsk. Sie schloss ihr Studium der Theaterwissenschaft an der Belarusischen Staatlichen Akademie der Künste in Minsk ab und erwarb einen Master in Kulturwissenschaften an der European Humanities University in Vilnius. Seit 2014 kuratiert Tania Arcimovich Ausstellungen, realisiert Kultur- und Bildungsprojekte in Zusammenarbeit mit u.a. Galerie für Zeitgenössische Kunst, Lohvinau-Verlag, Monat der Fotografie in Minsk und TEART Theaterfestival. Von 2016 bis 2019 unterrichtete sie am European College of Liberal Arts in Belarus. Sie ist Mitbegründerin der ziErnie Performative Arts Platform und Herausgeberin der Zeitschrift pARTisan / pARTisanka. Aktuell ist sie Doktorandin am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) an der Justus-Liebig Universität Gießen. Olga Shparaga ist Philosophin und lebt zur Zeit im Exil in Vilnius, wo sie eng mit Swetlana Tichanowskaja zusammenarbeitet. Sie studierte Philosophie in Belarus und Deutschland, unterrichtete 2001–2014 Philosophie an der European Humanities University in Vilnius und war 2006-2014 Redakteurin der Zeitschrift Novaja Eŭropa (“Neues Europa”). Sie ist seit 2014 Professorin am European College of Liberal Arts in Belarus. Seit deren Gründung ist Shparaga Mitglied der feministischen Gruppe des Koordinationsrats der belarusischen Opposition. Veröffentlichungen u.a. in der Flugschrift “Belarus! Das weibliche Gesicht der Revolution“, erschienen bei edition.fotoTAPETA. 2021 erscheint ihr neues Buch “Die Revolution hat ein weibliches Gesicht – Der Fall Belarus” bei Suhrkamp. Katja Artsiomenka ist Journalistin und freie Hörfunkautorin. Sie hat Journalistik in Belarus und Deutschland studiert und wurde 2016 am Dortmunder Institut für Journalistik promoviert. Seit dem Wintersemester 2019/20 ist sie Professorin für Journalismus an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. Für ihre journalistische Arbeit wurde sie u.a. mit dem Europäischen CIVIS-Medienpreis ausgezeichnet.
    Ein Podcast von Sarah Fartuun Heinze und HAU Hebbel am Ufer
    Künstlerische Manöver für die digitale Gegenwart
    Ein Podcast von Sarah Fartuun Heinze und HAU Hebbel am Ufer
    • Dialog
    • Podcast
    Künstlerische Manöver für die digitale Gegenwart
    Ein Podcast von Sarah Fartuun Heinze und HAU Hebbel am Ufer
    • 2020/2021
    In der dreiteiligen Podcast-Serie “Künstlerische Manöver für die digitale Gegenwart” spricht die Theatermacherin und Journalistin Sarah Fartuun Heinze nach dem Abschluss der Residenzen mit den Beteiligten rund um das Digitale Labor (Online-Hackathon und Residenzen) am HAU Hebbel am Ufer. Worüber? Über das Theater der Zukunft, und die ist natürlich digital. Oder? #1: Online-Hackathon Ein Blick hinter die Kulissen des #HAUonline – Hackathon: Wie entstand die Idee? Was ist ein Hackathon überhaupt? Wie genau kann man sich eine Residenz für digitale Projekte vorstellen? Ein Gespräch mit Sarah Reimann, Dramaturgin am HAU, Ulla Heinrich von dgtl fmnsm und Christiane Hütter über theatrale und vor allem digitale Möglichkeitsräume. #2: Residenzen für das Digitale Labor In der zweiten Folge trifft Sarah Fartuun Heinze nicht nur die Residenz-Künstler:innen selbst, sondern begegnet auch ihren Visionen vom Theater der Zukunft. Ein Gespräch mit den Residenz-Künstler:innen der Projekte “Bodies of Resistance” (Paola Bascon), “The Feeling is Mutual” (Sofia Insua) und “Pixelrave” (Derin Cankaya). #3: Zukunft des Digitalen In der dritten und letzten Podcast-Folge wird sowohl Resümee über das Gesamtprojekt gezogen, als auch in die Zukunft geblickt: Wie können und sollen sie aussehen, die künstlerischen Manöver für die digitale Gegenwart?
    Joana Tischkau, Anta Helena Recke, Elisabeth Hampe und Frieder Blume
    Deutsches Museum für Schwarze Unterhaltung und Black Music
    Joana Tischkau, Anta Helena Recke, Elisabeth Hampe und Frieder Blume
    • Dialog
    • Installation
    • Musik
    • Performance
    • Deutsch
    • Englisch
    Deutsches Museum für Schwarze Unterhaltung und Black Music
    Joana Tischkau, Anta Helena Recke, Elisabeth Hampe und Frieder Blume
    • 2020/2021
    Das “Deutsche Museum für Schwarze Unterhaltung und Black Music (DMSUBM)” ist Deutschlands führendes Museum für Schwarze Kultur, Popularmusik und Geschichte. Es beherbergt ein umfassendes Archiv an Schallplatten, Magazinen, Autogrammen und Erinnerungsstücken, die an einem lebendigen Ort der Vermittlung und Diskussion von Schwarzer Geschichte ausgestellt werden. Über eine digitale Tour durch das Museum tauchen die Besucher:innen ein in eine Bewegung, die Stars von Mola Adebisi über Tic Tac Toe bis hin zu Sydney Youngblood versammelt. In ihrer Nebeneinanderstellung erlangen sie eine neue Sichtbarkeit, so dass Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Inszenierungsstrategien der Stars sowie die Rezeptionen des deutschen Publikums zum Thema werden. Joana Tischkau, Anta Helena Recke, Elisabeth Hampe und Frieder Blume kehren nach ihrer Residenz vor zwei Jahren zurück ans HAU Hebbel am Ufer und präsentieren zur Ausstellung ein für Berlin neu entwickeltes, diskursives sowie performatives Online-Programm mit lokalen Gästen. PROGRAMM   Freitag, 11.12. 19:00   Eröffnung mit Jana Pareigis (Journalistin / Moderatorin ZDF) Deutsch “Unboxing: Tic Tac Toe” Vortrag von Dominik Djialeu (BERRIES Kollektiv) Livestream / verfügbar bis 11.02.   Samstag, 12.12. 19:00   Digitale Tour durch die Ausstellung Online-Premiere / verfügbar bis 12.1. Deutsch 19:00  “Rassistische Imagination der Deutschen bzw. der Deutschen Schlager-Hörer:innen” Vortrag von Julio Mendívil (Professor für Ethnomusikologie) Im Anschluss: Gespräch mit Randolph Rose (Sänger und Schauspieler) / Moderation: Matthias Dell (Journalist)  Livestream / verfügbar bis 11.02. Deutsch Sonntag, 13.12. 12:00 “I Got Ants in My Pants and I Need to Dance. Geschichten aus dem Funkadelic” Podcast: Erinnerungen von Ex-Betreiber Kerim Saka mit Ausschnitten von Rico Sparx (DJ Eddy Action) aus dem Funkadelic (FFM) Mitgeschnitten von Erol Nagel (DJ Feedback) 1986 Podcast / verfügbar bis 11.02. Deutsch Dienstag, 15.12. 19:00  “Heute so, morgen so – Deutsche Musikgeschichte revisited” Reaction-Video mit Megaloh (EMI) & Amewu (Buback) Livestream / verfügbar bis 11.02. Deutsch Mittwoch, 16.12.   19:00  “Black Voices – White Producers” / Gespräch über ausbeutende Strukturen in der Musikindustrie zwischen Lori Glori (Sängerin & Komponistin) & Sarah Farina (DJ & Produzentin) Livestream / verfügbar bis 11.02. Englisch Team Digitale Tour Regie: Hai Anh Trieu. DOP: An Nguyen. Schnitt und Color Grading: An Nguyen. 1. AC: Tung Le. Licht und Ton: Maximilian Wegner. Bühne: Dominik Stillfried. Grip: Hannes Höber.
    The Chap Live At Home
    The Chap
    The Chap Live At Home
    • Film
    • Musik
    The Chap
    The Chap Live At Home
    • 2020/2021
    Am Ende eines schlechten Jahres haben The Chap einen sehr guten Film gedreht. Eine einzigartige, berauschende und vielschichtige Aneignung jener fragwürdigen kulturellen Errungenschaft des Jahres 2020: des Selbstisolationskonzertvideos. Dabei unterzog sich die Band einem autodidaktischen Crashkurs im Synchronisieren und Schneiden von über zehn Stunden Video- und Audiomaterial zu einem aufregenden einstündigen Lo-Fi-Blockbuster auf neun Bildern gleichzeitig. Sie lernten viel über Go-Pro-Kameras und über die Einbindung von Duschen, Küchenspülen und Spaghetti Bolognese in eine dynamische Rock-Performance. Und sie merkten, wie sehr es ihnen gefehlt hatte, Zeit miteinander zu verbringen und gemeinsam aufzutreten. “The Chap Live At Home” ist eine emotionale Reise, die Popsongs mit Rock-Power, Disco-Moves mit Noise-Improvisationsausbrüchen, Traurigkeit mit Albernheit, Freundschaft mit Trennung, Heimwerken mit toll aussehenden Shorts verbindet. Hier gibt es einen Trailer. Nach der Veröffentlichung ihres siebten Albums “Digital Technology” im Januar 2020 absolvierten The Chap eine kurze Tournee durch Deutschland, bevor Sie-wissen-schon-was sie dazu zwang, alle weiteren Tourneen abzusagen. Als sie gefragt wurden, bei der diesjährigen Ausgabe des Contemporary Art Festival of León (FIACmx) Mexiko aufzutreten, nutzten sie die Chance, etwas ganz Besonderes zu schaffen: eine Videoversion des aktuellen Live-Sets, bestehend aus Songs von “Digital Technology” sowie einigen Chap-Klassikern. Da einige Bandmitglieder in London und andere in Berlin leben, war es unmöglich, sich vor einer Kamera zu treffen. Stattdessen wurde am 5. November 2020 um 21 Uhr zentralmexikanischer Zeit einem kleinen, sozial distanzierten Live-Publikum in León auf neun Bildschirmen geboten, was wie eine Kreuzung aus Videokonferenz und Rockkonzertfilm aussah: Für das Video spielte jede Hälfte der Band mit Go-Pro-Kameras auf den Köpfen die Instrumentalteile, während sie sich gegenseitig filmten. Dann filmten sie sich selbst, wie sie den Gesang zuhause oder im Freien spielten: Keith, Berit und Johannes in Berlin-Neukölln, Panos und Claire in ihrem Haus in London. So erzählt dieser multiperspektivische Film unser aller merkwürdig domestizierte Geschichte in diesen Tagen- durch die trockene Intensität und Schärfe einer Chap-Performance.
    Oh, Lovely Appearance of Death
    Jeremy Wade
    Oh, Lovely Appearance of Death
    • Film
    Jeremy Wade
    Oh, Lovely Appearance of Death
    • 2020/2021
    Im Rahmen von “Technologies for Impossible Repair” lässt die neue Videoarbeit “Oh, Lovely Appearance of Death” Jeremy Wades künstlerisches Schaffen und seine anhaltende Beschäftigung mit Ekstase, unerträglichem Verlust, Queerness und der gelebten Erfahrung von Depression/Erschöpfung wiederauferstehen. Das Werk entstand in Zusammenarbeit mit Darcey Bennett, Zander Porter und dem Cutter Ethan Folk. Es handelt sich um den ersten Teil einer längeren Videoarbeit, die noch in diesem Jahr auf HAU4 gezeigt werden wird. Die Gastgeber sind ein Querschnitt durch Wades Archetypen: der ‘tote Clown’ aus “Death Asshole Rave Video” von 2015, die ‘Battlefield Nurse’, einst Gastgeberin in “The Future Clinic for Critical Care” und ‘Puddles the Pelican’, der mit seinem spekulativen, respektlosen, queeren und extravaganten Auftreten den Tod akzeptiert, um gegen die kapitalistische Reproduktion vorzugehen und eine dringend benötigte Ethik der Fürsorge vorzubringen. Die Videoarbeit besteht aus zwei Teilen: “Crisis Karaoke 1” (2016) von Jeremy Wade und Karol Tyminski und “Crisis Karaoke 2” von Jeremy Wade, Darcey Bennett und Zander Porter. In ihrer Zusammenarbeit verwandeln sie persönliche Zusammenbrüche in affektive Formen der Solidarität alias strukturelle Durchbrüche. Die Videos lassen aus dem persönlichen, symptombasierten Stigma von Depression, Angst und finanzieller Prekarität etwas entstehen, bei dem das Publikum einfach mitsingen kann.
    Mit Paul B. Preciado, Maria Galindo, María Berríos und Nathalie Anguezomo Mba Bikoro
    Intentionale Mutation
    Mit Paul B. Preciado, Maria Galindo, María Berríos und Nathalie Anguezomo Mba Bikoro
    • Dialog
    • Englisch
    Intentionale Mutation
    Mit Paul B. Preciado, Maria Galindo, María Berríos und Nathalie Anguezomo Mba Bikoro
    • 2020/2021
    Die Covid-19-Krise hat den epistemologischen Wandel, in dem wir uns bereits befanden, noch einmal beschleunigt und damit die Gefahr einer ausufernden biopolitischen Kontrolle durch den medizinischen und pharmakologischen Apparat und durch kybernetische Überwachung verstärkt. Doch parallel zu neuen Kontrollmechanismen und der Verschärfung der ethnischen, sexuellen und geschlechtlichen Unterdrückung wird die Position des patriarchalen und kolonialen hegemonialen Subjekts vehement wie nie zuvor infrage gestellt, nicht zuletzt mittels vielfältiger Prozesse der Emanzipation und Subjektwerdung derjenigen, denen in der kolonialen und patriarchalen Geschichte eine objekthafte, non-humane Stellung zugewiesen wurde. Diese Prozesse stellen keineswegs einfach nur einen Aufstand dar, sondern vielmehr eine somapolitische Revolution, einen transversalen Prozess der Emanzipation lebender Körper von den politischen Systemen der Extraktion und der Aufteilung von Energie und Leben auf der Erde. Wir laden Sie herzlich ein, sich an der Diskussion über den aktuellen politischen Wandel zu beteiligen, insbesondere über die zentrale Bedeutung der Kritik der kolonialen Geschichte, der antirassistischen Diskurse und Praktiken, des schwierigen Verhältnisses der verschiedenen Formen der Unterdrückung aufgrund von Gender, Sex, Sexualität, ethnischer Zugehörigkeit und Schicht sowie der Notwendigkeit, die aktuellen Kämpfe miteinander zu verknüpfen.   Maria Galindo ist Künstlerin, Performerin, Aktivistin, Autorin und Mitgründerin des bolivianischen Kollektivs Mujeres Creando. Ihr geht es um einen Dialog der subalternen Praktiken und des subalternen Wissens der indigenen Frauen mit den politischen und literarischen Traditionen von Anarchismus, Punk und nicht-weißem Feminismus. Die Soziologin, Autorin und Kuratorin María Berríos beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit Themen auf der Grenze von Kunst, Kultur und Politik, mit Schwerpunkt auf Lateinamerika und besonderem Interesse an kollektiven Experimenten von “Dritte-Welt”-Allianzen und ihren Ausstellungsformaten. Sie ist Teil des Kurator*innenteams der 11. Berlin Biennale. Nathalie Anguezomo Mba Bikoro verbindet Installationen, Radio, Kunstperformances, Film und Recherche. In ihrer Arbeit analysiert sie Machtprozesse und Fiktionen in historischen Archiven, die sich kritisch mit Migrationskämpfen auseinandersetzen. Zuletzt hat sie das Programm “Radical Mutation: On the Ruins of Rising Suns” am HAU kokuratiert.  Paul B. Preciado ist Philosoph, Kurator und einer der Vordenker auf den Gebieten Gender Studies und Philosophie des Körpers. Seine Bücher, darunter “Testo Junkie. Sex, Drogen und Biopolitik in der Ära der Pharmapornografie”, gelten als Schlüsselwerke des europäischen Queer- und Trans-Aktivismus.
    Eröffnung von “Radical Mutation”
    Nobody Knows the Trouble I’ve Seen
    Eröffnung von “Radical Mutation”
    • Dialog
    • Musik
    • Performance
    • Deutsch
    • Englisch
    Nobody Knows the Trouble I’ve Seen
    Eröffnung von “Radical Mutation”
    • 2020/2021
    Am Eröffnungsabend von “Radical Mutation: On the Ruins of Rising Suns” denken wir darüber nach, wie sich Brücken zwischen früheren Kämpfen für Gleichberechtigung, Antirassismus und Repräsentation in Kunst und Kultur und den aktuellen Bestrebungen für einen radikalen Wandel in der Kulturszene schlagen lassen. Nach einem musikalischen Prolog von Lamin Fofana sprechen Nyabinghi LAB (Nathalie Anguezomo Mba Bikoro, Saskia Köbschall, Tmnit Zere) und Wearebornfree! Empowerment Radio (Moro Yapha Bino Byansi Bjakuleka, Muhammed Lamin Jadama) über ihre Visionen von kulturellen Realitäten, die unsere Komplexitäten widerspiegeln und zu Orten von Bündnissen, Genesung und Heilung werden. Im Anschluss hält die Schauspielerin und Comedienne Idil Nuna Baydar einen Vortrag, ehe sie in Gestalt ihrer bekannten Kunstfigur Jilet Ayşe, einem 18-jährigen türkischen Mädchen aus Neukölln, in einer großartigen Gesellschaftssatire rassistische Stereotype, strukturelle Diskriminierung und das Konzept der Integration bloßstellt. Schließlich zeichnet The String Archestra anhand von Ausschnitten aus den Werken von Florence Price (Quartett in G-Dur, 1936) und Fela Sowande (African Suite, 1951/1952) die Geschichte von Komponist*innen der Schwarzen Diaspora nach, deren Musik eine Verbindung mit Befreiungsbewegungen einging. Das Streicherensemble The String Archestra wurde 2016 in Berlin gegründet, mit dem Ziel, die Position Schwarzer Musiker*innen und Musiker*innen of Color in der klassischen Musik zu stärken und Komponist*innen zu würdigen, die in der Musikgeschichte wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit oder ihres Geschlechts übergangen wurden. Musikalischer Prolog: Lamin Fofana Einführung: Nyabinghi LAB (Tmnit Zere, Nathalie Anguezomo Mba Bikoro, Saskia Köbschall) und Wearebornfree! Empowerment Radio (Moro Yapha Bino Byansi Bjakuleka, Muhammed Lamin Jadama) Performance: Idil Nuna Baydar als Jilet Ayşe Musik: The String Archestra
    Ein Apartment auf dem Uranus. Chroniken eines Übergangs
    Paul B. Preciado
    Ein Apartment auf dem Uranus. Chroniken eines Übergangs
    • Dialog
    • Englisch
    Paul B. Preciado
    Ein Apartment auf dem Uranus. Chroniken eines Übergangs
    • 2019/2020
    Der Philosoph, Kurator und Vordenker auf den Gebieten Queer Studies und Philosophie des Körpers stellt im Gespräch mit Margarita Tsomou sein letztes Buch “Ein Apartment auf dem Uranus” vor, das am 18. Mai im Suhrkamp Verlag auf Deutsch erschienen ist. Der Planet Uranus ist die Inspiration für den Uranismus, ein Begriff, der 1864 vom Schriftsteller Karl Heinrich Ulrichs geprägt wurde, um das “dritte Geschlecht” und diejenigen zu definieren, die “anders lieben”. Auf Ulrichs Spuren träumt Paul B. Preciado von einem Apartment auf dem Uranus, fernab von irdischen Kategorisierungen. Sein neues Buch versammelt Erzählungen des Übergangs: die durch Testosteron angestoßene Transformation des eigenen Körpers – von Beatriz zu Paul – aber auch Geschichten gesellschaftlichen Wandels, von der griechischen Krise, der Lage der Geflüchteten bis hin zur Unabhängigkeitsbewegung in Katalonien. Gegenstand des Gesprächs sind zusätzlich zwei im Buch als Postskriptum veröffentlichte Texte – einer davon nachzulesen auf HAU3000 –, in denen er über die Covid-19-Krise nachdenkt, die Beziehung von Immunität und Politik bei heutigen und früheren Epidemien thematisiert und die staatliche Macht- und Überwachungstechniken in Zeiten des Virus untersucht. Es lesen Susanne Sachsse (deutsch) und Black Cracker (englisch).
    Collectivize Facebook
    Jonas Staal & Jan Fermon
    Collectivize Facebook
    • Dialog
    • Englisch
    Jonas Staal & Jan Fermon
    Collectivize Facebook
    • 2019/2020
    • 2020/2021
    Mit inzwischen mehr als zwei Milliarden Nutzer:innen beeinflusst Facebook unser soziales, ökonomisches und politisches Leben auf bisher unbekannte Weise. Facebook verletzt das Selbstbestimmungsrecht des:der Einzelnen auf mehrfache Weise. Das Unternehmen instrumentalisiert in neofeudaler Manier seine Nutzer:innen als Datenarbeiter:innen und verkauft ihre Informationen an Dritte. Das Netzwerk ist ein Bestandteil unterschiedlicher Überwachungsmaschinerien, die die Privatsphäre verletzen und demokratische Wahlen in unverhältnismäßiger Weise beeinflussen. Eines der jüngsten Beispiele dafür war Cambridge Analytica mit seiner Datenauswertung und den darauf aufbauenden zielgerichteten Kampagnen. Und nicht zuletzt hat Facebook bereitwillig autoritäre Regime wie die philippinische Duterte-Regierung beraten. Im Rahmen des HAU-Festivals “Spy on Me#2 – Künstlerische Manöver für die digitale Gegenwart – Onlineprogramm” veröffentlichten der Künstler Jonas Staal und der Anwalt Jan Fermon die Sammelklage, mit dem Ziel, Facebook in Gemeinbesitz zu überführen und es der Kontrolle seiner Nutzer zu unterstellen. Staal und Fermon laden dazu ein, sich ihrer Klage gegen Facebook anzuschließen, die im September 2020 in Genf beim Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen eingereicht werden soll. Am 26.3.2020 um 19 Uhr fand der Launch der Kampagne statt. Ab diesem Moment sind alle Informationen zur Kampagne und der Möglichkeit, sich der Sammelklage anzuschließen sowie die Anklageschrift selbst online zu finden unter: collectivize.org. Hier geht es zur Einführung auf Youtube und HAU3000 (in englischer Sprache). Am 9.6.2021 findet die vorgerichtliche Anhörung vor Ort und im Livestream im Theater Rotterdam statt. Mit Beiträgen von Quinsy Gario, Clara Balaguer, Jan Fermon, Jonas Staal u.a.   “Collectivize Facebook” fördert die Fantasie, sich vorzustellen, wie Facebook – ebenso wie weitere multinationale Unternehmen – als gemeinschaftliches Eigentum im öffentlichen Interesse geleitet werden könnte.
    HOT MESS *virus version*
    dgtl fmnsm
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    dgtl fmnsm
    HOT MESS *virus version*
    • 2019/2020
    Das internationale Netzwerk dgtl fmnsm präsentiert seit 2016 feministische, queere und tech-positive Perspektiven auf Technologieerzählungen. Als “HOT MESS” im digitalen Raum und im HAU2-Studio geplant, haben die Macher:innen für “Spy on Me #2 – Künstlerische Manöver für die digitale Gegenwart – Online-Programm“ mit über 15 künstlerischen Beiträgen “HOT MESS *virus version*” entwickelt. Zu sehen vom 19. bis 22.3 und am 27.3. hier (wenn nicht anders angegeben): “HOT MESS *virus version*” ist ein interaktives Projekt, inspiriert von der oft chaotischen Ordnung unserer Desktops, unserer Gedankengebäude und leichtfertigen digitalen Ablagen. All die Daten und Dokumente, das Leid und die Freude, das Private und das Öffentliche, all diese komplexen einander überlappenden Welten verbergen sich hinter winzigen Symbolen und durchdringen uns, die hyperindividualisierten Wesen der kapitalistischen Arbeits- und Lebensform. “HOT MESS” widmet sich liebend und kritisch unseren Benutzeroberflächen und verabschiedet sich lustvoll von der schon lange nicht mehr gegebenen Option, Daten zu reduzieren oder ihren Missbrauch zu verhindern. Mit Online-Performances, Gesprächen, technologischen Ritualen und Laboren zur Gegenspekulation untersucht dgtl fmnsm verbleibende Möglichkeiten, die Datenmengen in den Tiefen der Geräte zu entwirren, bis die Kühler endgültig überhitzen und das, was wir Realität nennen, endlich kollabiert. Denn: Die Technik ist nicht neutral und nur eine feministische KI vermag uns zu retten. Freitag, 20.3. 12:00     “A place taking manual (virus version)” Die Blaue Distanz (Anna Erdmann & Franziska Goralski) via Instagram 13:00               “The water we drink first runs through the veins of the servers” Virtual Tour von Die Blaue Distanz 15:00–18:00 Workshop “#alieneffect” Facefilter-Workshop für Anfänger:innen mit Alla Popp 19:30 “IRL * URL – Extended Edition” Videoscreening und Artist Talk mit Tabitha Swanson 20:00 “GLEAM, LIVE OFFLINE : HOT MESS///” Mit Tiara Roxanne, Maque Pereyras, Biitsi, Anna Zett, American Artist, Nicole Killian, Xene Sky, Jamila Woods 23:00 Late Set Tadleeh (live) auch auf Soundcloud Samstag, 21.3. 13:00              “MELT DOWN” Meltionary (Loren Britton, Isabel Paehr) Plattform: http://meltionary.com/dgtlfmnsm/. 14:00           “Cognitive Boot Camp vs. Multiverse Hack: Ten Easy Steps on How to lose your Reality System“ OMSK SOCIAL CLUB & Mycological Twist 17:00        “How are we still? Who are we kidding in a 21th-centuries-fearful-dream? A Telegram Trip” mit Katharina Klappheck Plattform: Telegram-Chat Sonntag, 22.3.               21:00      “Sonic Hibernation Short Story” Platform: Facebook   Freitag, 27.3. 16:00 Zine-Workshop “Algorithms of Late Capitalism” 18:30 Talk “Future Tense: AI From the Margins” Nakeema Stefflbauer B2B Nushin Yazdani 20:00 VR-Performance “Under_the_Sun_2120” Alla Popp 21:00 Talk “REDEFINE” Ash Baccus-Clark 22:30 DJ-Set “Happy New Tears” Sonic Hibernation