RA Walden

Science Fiction is Not Pretend

  • Film
  • Netzkunst
  • 2021/2022
  • Britische Gebärdensprache
  • Deutsche Audiodeskription
  • Deutsche Gebärdensprache
  • Deutsche Untertitel
  • Englisch
  • Englische Audiodeskription
  • Englische Untertitel

“Beginnen wir mit dem Ende der Welt, ja? Bringen wir es hinter uns und wenden wir uns dann interessanteren Dingen zu.”  N. K. Jemisin

Langsame Tage, kranke Tage, Nebel und vergessen. Ungehorsame Körper, Archive, Uhren und Kapitalströme. In RA Waldens Arbeit wird die Fragilität des Körpers aus einer queeren, behinderten und transdisziplinären Perspektive betrachtet.

Radikal kritisiert die:der Berliner Künstler:in normative Vorstellungen darüber, was Menschen in einer immer produktiven kapitalistischen Gesellschaft leisten und können müssen. Waldens Arbeiten vereinen stets soziales Engagement und künstlerische Forschung.

Die Videopremiere “Science Fiction Is Not Pretend” zeigt eine Flut düsterer Zivilisationsbilder: Das Wasser brennt, der Untergrund gerät ins Wanken, Tiere werden zu Hackfleisch verarbeitet. Jeden Tag ein Buffet des Grauens, ein Sammelsurium schauerlicher Freuden. Einsamkeit, Verheißung, Verlangen und fruchtbare Erde. Fehlbare Körper, die unter dem Gewicht des Weltendes wild um sich schlagen. Mitschuldig und wütend, es gibt keine höhere Ebene. Manchmal gibt es Hoffnung, doch manchmal gibt es nur ein Logbuch – pathetische Aufzeichnungen.

Neben der Videoarbeit präsentiert RA Walden eine im Auftrag des HAU Hebbel am Ufers entwickelte begleitende interaktive Webseite auf HAU4, die in Zusammenarbeit mit Künstler:in Cooper Lovano entstanden ist. Die digitale Umgebung lädt dazu ein, Referenzen zu “Science Fiction Is Not Pretend” selbstständig zu entdecken. Notizen, Bilder und Töne, die in den Augenblicken zwischen Wachsein und Schlafen entstanden sind. “Wer lebt in dir?“ fragt die Stimme in dem Video, mit der Verzweiflung in der einen Hand, mit der Fernbedienung in der anderen.

 

Im Rahmen des HAU-Festivals “The Present Is Not Enough – Performing Queer Histories and Futures” (2019) trug RA Walden ein “Manifesto for Queer Futures” bei. Ebenfalls in diesem Jahr wurde ihre:seine Arbeit im BALTIC – Centre for Contemporary Art (Newcastle), SOHO20 (New York) und Tate Exchange: Tate Modern (London) gezeigt. Walden war Teil des Künstler:innenresidenzprogramms von Shandaken Storm King (New York) und war von 2019 bis 2021 Fellow an der Universität der Künste Berlin. 2020 nahm Walden am Residenzprogramm des Wysing Arts Centre (Cambridge) teil und war u.a. im Haus der Kulturen der Welt (Berlin) präsent. 2021 präsentierte sie:er eine Einzelausstellung im Kunstinstituut Melly (Rotterdam) und war u.a. Teil von Gruppenausstellungen in der Galerie im Turm (Berlin, mit Bini Adamczak), Galerie Wedding (Berlin), Schwules Museum (Berlin), der Kunsthalle Osnabrück, des Württembergischen Kunstvereins (Stuttgart) und des Museums für Kunst und Gewerbe (Hamburg). Walden wird 2022 für eine Künstler:innenresidenz in La Becque (Schweiz) verbringen.

Hinweis:

Die Videoarbeit von RA Walden wird mit deutscher und englischer Audiodeskription sowie in Deutscher Gebärdensprache, British Sign Language und mit deutschen und englischen Untertiteln angeboten. Es ist keine Anmeldung erforderlich. Die Arbeit ist ab dem 8.3., 19:00 kostenfrei auf HAU4 verfügbar.

Die Audiodeskription wurde erstellt von PingPongTranslation im Auftrag des HAU Hebbel am Ufer. 

Skript AD: Janna Düringer/Martina Reuter. Sprecherinnen: Martina Reuter/Joanna Lemonnier, Blinde Redaktion: Dr. Roland Zimmermann.

Gebärdensprache von handgold im Auftrag des HAU Hebbel am Ufer. Deutsche Gebärdensprache: Hatice Yildirim Dähne, British Sign Language: Robert Adam.

Termine

    • Premiere
      Di 8.3.2022, 19:00

Produktion Video: RA Walden. Gefördert durch: Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Produktion Website: RA Walden, Cooper Lovano. Eine Auftragsarbeit des HAU Hebbel am Ufer.